Festspielort
Der Höchster Bolongarogarten mit der barocken Palastfassade, dem symmetrisch angelegten terrassierten Park und dem weiten unverbauten Blick auf den Main und das Schwanheimer Ufer, über Felder und Wälder, ist ein perfekter Festspielort. Genau diese Spannung zwischen barockem Prachtbau und hochmodernen Industrieanlagen, zwischen dem Fachwerkidyll der Höchster Altstadt, dem Vorortcharakter des Frankfurter Westens und einem überraschenden Naturerlebnis, zwischen Urbanität und Provinzialität ist die Qualität des “Barock am Main”-Festivals. Hier entsteht modernes Volkstheater.
Erbaut wurde die spätbarocke Dreiflügelanlage mit Blick auf den Main zwischen 1772 und 1780 von den italienischen Schnupftabakfabrikanten und Bankiers Bolongaro, die aus Stresa am Lago Maggiore eingewandert waren. Die Stadt Frankfurt hatte den Brüdern zuvor die Bürgerrechte verweigert und so nahmen sie ein Angebot des Mainzer Kurfürsten an, sich in der Höchster Neustadt anzusiedeln, die 1768 gegründet worden war.
1906 wurde der Palast samt Park von der Stadt Höchst gekauft, restauriert und für repräsentative Zwecke umfunktioniert. Heute befinden sich die Stadtbezirksverwaltung und das schönste Frankfurter Standesamt in den Räumen der Anlage. Über eine künftige Nutzung des Palastes sollen die Höchster Bürger gemeinsam mit den städtischen Stellen entscheiden dürfen.
Beim “Barock am Main”-Festival ist der Einlass in den Bolongarogarten stets 90 Minuten vor Beginn der Vorstellungen. Das Publikum wird von barocker Live-Musik und einer anspruchsvollen Gastronomie empfangen. Es gibt die Möglichkeit einer Führung mit “Frau Bolongaro” durch die historischen Räume des Bolongaropalastes.
